Ein Mädchen erschien an meinem Krankenbett im Krankenhaus – dann sagte sie meinen Namen
Fünfzehn Tage lag ich im Krankenhaus, und kein einziges Mal bekam ich persönlichen Besuch. Meine Kinder lebten weit entfernt, meine Freunde hatten kaum Zeit, und besonders die Abende fühlten sich endlos an. Doch fast jeden Abend erschien plötzlich ein stilles kleines Mädchen in meinem Zimmer und setzte sich neben mein Bett. Sie erzählte kaum etwas über sich, sagte mir aber immer wieder dieselben aufmunternden Worte.
2.
Am nächsten Morgen sprach ein Arzt mit mir über die vergangenen Tage. Als ich das Mädchen erwähnte, fragte auch er beim Personal nach. Niemand konnte bestätigen, dass ein Kind regelmäßig mein Zimmer besucht hatte.
Schließlich erklärte er mir, dass Erschöpfung, Medikamente und die Belastung nach einem Unfall manchmal dazu führen könnten, dass Erinnerungen ungewöhnlich intensiv wirkten oder sich verschiedene Eindrücke miteinander vermischten.
„Sie glauben also, dass ich mir das Mädchen nur vorgestellt habe?“
„Es gibt zumindest keine Aufzeichnungen oder Beobachtungen, die zu Ihrer Beschreibung passen.“
Ich wollte widersprechen.
Ich erinnerte mich schließlich genau an ihre dunklen Haare, ihre ruhige Stimme und sogar daran, wie sie jeden Abend den Stuhl näher an mein Bett gezogen hatte.
Doch gleichzeitig wusste ich, dass die vergangenen Tage für mich außergewöhnlich gewesen waren.
Vielleicht hatte der Arzt recht.
Vielleicht hatte mein Kopf aus Einsamkeit, Erschöpfung und einzelnen Erinnerungen eine Person geschaffen, die mir genau das sagte, was ich in diesem Moment hören musste.
„Sei stark. Du wirst wieder lächeln.“
Diese Worte gingen mir trotzdem nicht aus dem Kopf.
Einige Tage später durfte ich das Krankenhaus verlassen.
Zu Hause konzentrierte ich mich auf meine weitere Erholung. Ich ging täglich kleine Strecken, erledigte wieder einfache Dinge selbst und versuchte, meinen normalen Alltag zurückzugewinnen.
Mit jeder Woche dachte ich weniger an das Mädchen.
Irgendwann akzeptierte ich die Erklärung des Krankenhauses vollständig.
Sechs Wochen nach meiner Entlassung klingelte es an einem Nachmittag an meiner Haustür.
Ich erwartete niemanden.
Als ich öffnete, stand eine mir unbekannte Frau vor mir. Neben ihr befanden sich ein Mann und zwei Kinder.
„Entschuldigen Sie, dass wir einfach so kommen“, sagte die Frau. „Aber meine Tochter wollte Sie unbedingt wiedersehen.“
„Ihre Tochter?“
Die Frau trat einen kleinen Schritt zur Seite.
Hinter ihr stand ein Mädchen.
Dunkle, leicht lockige Haare.
Dieselben aufmerksamen Augen.
Für einige Sekunden konnte ich kein Wort sagen.
Es war unmöglich.
Genau dieses Mädchen hatte wochenlang nur noch in meiner Erinnerung existiert.
Dann lächelte sie mich an.
„Du kannst wieder lächeln.“
Ich hielt mich am Türrahmen fest und starrte sie an.
„Du bist wirklich hier.“
Das Mädchen nickte.
„Ich heiße Tiffany.“
Ihre Mutter bemerkte meine Verwirrung.
„Sie wissen wahrscheinlich gar nicht, warum Tiffany damals bei Ihnen war.“
Ich schüttelte langsam den Kopf.
Die Frau sah ihre Tochter an und begann mir eine Geschichte zu erzählen, die plötzlich erklärte, warum niemand auf meiner Station Tiffany gekannt hatte.
Doch kurz bevor sie fertig war, griff das Mädchen in ihre Jackentasche.
„Ich habe außerdem etwas für dich.“
Sie öffnete ihre kleine Hand.
Als ich sah, was darin lag, konnte ich zunächst nicht verstehen, wie Tiffany überhaupt daran gekommen war.
Denn diesen Gegenstand hatte ich seit dem Tag meines Unfalls nicht mehr
gesehen …Ti.p.pen Sie auf das F.oto, um den voll.ständigen Artikel anz.uzei.gen