Traurige Nachrichten für Autofahrer über 70
Für Millionen Autofahrer in Europa könnten sich in den kommenden Jahren wichtige Regeln rund um den Führerschein verändern. Die Europäische Union hat eine umfassende Reform beschlossen, die unter anderem neue Gültigkeitsfristen, strengere Prüfungsanforderungen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vorsieht. Besonders diskutiert werden dabei mögliche medizinische Kontrollen, strengere Regeln für Fahranfänger und Sanktionen, die künftig auch im europäischen Ausland Folgen haben können.
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Begrenzte Gültigkeit, neue Prüfungsanforderungen, längere Probezeit für junge Fahrer,
im Ausland geltende Strafen und mögliche medizinische Untersuchungen… Die Europäische Union hat soeben eine umfassende Führerscheinreform verabschiedet, die für alle Mitgliedstaaten gilt. Einige Bestimmungen werden strenger sein, doch französische Fahrer könnten letztendlich den restriktivsten Maßnahmen entgehen.
Auf europäischer Ebene ist das Ziel klar: die Verkehrssicherheit zu verbessern und dem ehrgeizigen Ziel von null Verkehrstoten bis 2050 näherzukommen. Um dieses Ziel zu erreichen, halten die europäischen Institutionen es für notwendig, die Führerscheinbestimmungen zu modernisieren und sie an neue Verkehrsgewohnheiten, Fahrzeugtechnologien und riskantes Verhalten anzupassen.
Nach einer im März zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union erzielten vorläufigen Einigung wurde die Reform am Dienstag, dem 21. Oktober, offiziell verabschiedet. Der Text enthält eine Reihe von Änderungen, die etwa zwanzig Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft treten. Die 27 Mitgliedstaaten haben anschließend bis zu vier Jahre Zeit, ihre nationalen Gesetze anzupassen und die praktische Umsetzung dieser neuen Regeln vorzubereiten.
Anders ausgedrückt: Die Änderungen werden nicht sofort erfolgen, sondern die Ausstellung und Überwachung von Führerscheinen in ganz Europa schrittweise verändern. Ein genauerer Blick auf die Details dieser Reform zeigt jedoch, dass einige Maßnahmen relativ flexibel bleiben: Die Mitgliedstaaten behalten einen gewissen Spielraum bei der Anpassung verschiedener Bestimmungen.
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Die Gültigkeitsdauer ist nun begrenzt.
Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Gültigkeitsdauer von Führerscheinen. Bislang waren einige Führerscheine – insbesondere die alten, rosafarbenen Papiere, die viele Franzosen noch besitzen – lebenslang gültig. Die europäische Reform sieht nun eine maximale Gültigkeitsdauer von 15 Jahren für Auto- und Motorradführerscheine vor.
In einigen Ländern, in denen Führerscheine auch als amtliche Ausweisdokumente dienen, könnte die Gültigkeitsdauer auf bis zu zehn Jahre verkürzt werden. Insbesondere müssen alte Führerscheine schrittweise durch ein neues, europäisches Format mit Ablaufdatum ersetzt werden. Laut der Generaldirektion Kommunikation des Europäischen Parlaments haben die Mitgliedstaaten eine lange Übergangsfrist für die Umsetzung dieser Änderung, die sich bis zum 19. Januar 2033 erstrecken könnte.
Die neue Gültigkeitsdauer gilt ab der nächsten Führerscheinverlängerung, je nach Fall nach fünf, zehn oder zwanzig Jahren. Inhaber alter Führerscheine müssen diese daher nicht sofort umtauschen. Sie können sie bis zum Verlängerungsdatum weiterhin verwenden.
Die Reform beinhaltet auch Sonderregelungen für Fahrer über 65 Jahre. Die Mitgliedstaaten können die Gültigkeitsdauer ihrer Führerscheine verkürzen und häufigere ärztliche Untersuchungen oder Auffrischungskurse vorschreiben. Diese Maßnahme ist jedoch nicht verpflichtend: Jedes Land kann sie frei umsetzen.
Die Reform umfasst auch Änderungen beim Verfahren zur Erlangung oder Verlängerung eines Führerscheins. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments wollen medizinische Untersuchungen, darunter augenärztliche und kardiovaskuläre Untersuchungen, einführen, um zu bestätigen, dass die Fahrer die notwendige körperliche Eignung für sicheres Fahren besitzen.
Doch auch hier behalten die Mitgliedstaaten einen gewissen Spielraum. Sie können entscheiden, diese ärztliche Untersuchung durch ein Selbstbeurteilungssystem oder andere national festgelegte Beurteilungsmethoden zu ersetzen. In der Praxis wird die ärztliche Untersuchung daher in Europa nicht systematisch verpflichtend sein.
Die Fahrprüfung selbst wird voraussichtlich anspruchsvoller. Die Kandidaten werden künftig anhand neuer Aspekte im Zusammenhang mit der Entwicklung moderner Fahrtechniken beurteilt. Zusätzliche Fragen und Übungen umfassen Themen wie die Gefahren des toten Winkels, die Nutzung von Fahrerassistenzsystemen, das sichere Öffnen von Autotüren zur Vermeidung von Kollisionen mit Radfahrern und die Risiken der Ablenkung durch die Handynutzung.
Die europäischen Behörden wollen auch das Bewusstsein der am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmer schärfen. Schulungsprogramme müssen die Risiken für Fußgänger, Kinder, Radfahrer sowie Nutzer von Rollern und anderen Fortbewegungsmitteln stärker in den Fokus rücken.
Sanktionen gelten auch im Ausland
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Reform betrifft im Ausland begangene Straftaten. Bislang konnten einige Fahrer einer Bestrafung entgehen, indem sie eine Straftat in einem anderen europäischen Land begingen.
Die Mitgliedstaaten müssen nun den Informationsaustausch verbessern, um diese Form der Straflosigkeit zu bekämpfen. Begeht ein Fahrer in einem anderen EU-Land eine schwere Straftat, kann dies automatisch den Behörden gemeldet werden, die seinen Führerschein ausgestellt haben.
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Die nationalen Behörden müssen Entscheidungen über die schwerwiegendsten Sanktionen schnell austauschen, beispielsweise über das Fahren unter Alkoholeinfluss oder Drogeneinfluss, die Beteiligung an einem tödlichen Unfall oder sehr schwere Geschwindigkeitsübertretungen – zum Beispiel eine Überschreitung der zulässigen Ti.p.pen Sie auf das F.oto, um den voll.ständigen Artikel anz.uzei.gen