Tote Oma

„Tote Oma“ – ein Name, der im ersten Moment etwas schockiert oder ein Schmunzeln hervorruft, steht für ein Gericht, das tief in der ostdeutschen Küche verwurzelt ist. Hinter dieser etwas makaber klingenden Bezeichnung verbirgt sich ein bodenständiges, herzhaftes Gericht aus Blutwurst, Speck und Zwiebeln, das vor allem in Thüringen, Sachsen und Brandenburg bis heute bekannt ist. Es war ein typisches Arme-Leute-Essen, das früher oft auf den Tisch kam, wenn einfache Zutaten möglichst nahrhaft verarbeitet werden mussten.

Eyl 14, 2025 - 23:15
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Die Basis bildet Grützwurst oder Blutwurst, die in der Pfanne erhitzt wird, bis sie ihre cremige, fast breiartige Konsistenz erreicht. Zusammen mit Speck und Zwiebeln entsteht ein würziges, deftiges Gericht, das besonders in der kälteren Jahreszeit geschätzt wird. Serviert mit Kartoffelbrei und Sauerkraut oder Essiggurken ergibt sich eine echte Hausmannskost, die nicht nur satt macht, sondern auch ein Stück kulinarische Geschichte erzählt.
Zutaten (für 2–3 Portionen)
400 g Thüringer Blutwurst oder Grützwurst (ungesalzen)
100 g grüner Speck (nach Belieben auch etwas mehr)
1 große Zwiebel
1 Prise Majoran
1 Prise Thymian
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Margarine oder Schmalz zum Anbraten
Zubereitung Schritt für Schritt
Vorbereitung:
Den Speck in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls fein würfeln. Die Blutwurst oder Grützwurst in Scheiben schneiden, damit sie sich später besser in der Pfanne zerkleinern lässt.
Speck und Zwiebeln anbraten:
In einer Pfanne etwas Margarine oder Schmalz erhitzen. Zunächst den grünen Speck darin langsam auslassen, bis er leicht knusprig wird. Anschließend die Zwiebelwürfel hinzufügen und glasig andünsten.
Blutwurst hinzufügen:
Die Wurstscheiben in die Pfanne geben und unter Rühren erhitzen. Nach kurzer Zeit zerfällt die Wurst und es entsteht eine sämige Masse.
Würzen:
Mit Salz, Pfeffer, Majoran und Thymian kräftig abschmecken. Bei niedriger Hitze so lange köcheln lassen, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Servieren:
Sofort heiß auf Teller verteilen. Am besten passt cremiger Kartoffelbrei dazu, aber auch Sauerkraut, Salzgurken oder ein frisches Stück Bauernbrot ergänzen das Gericht perfekt.
Serviertipps und Varianten
Klassisch: Mit Kartoffelbrei und Sauerkraut servieren – so wurde „Tote Oma“ traditionell in vielen Familien gegessen.
Herzhafte Variante: Etwas Knoblauch oder Kümmel zur Blutwurst geben, um den Geschmack zu intensivieren.
Milder Geschmack: Wer Blutwurst nicht so kräftig mag, kann einen Teil der Wurst durch Leberwurst ersetzen.
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