Mein Mann wollte meine 32 Prozent Firmenanteile übernehmen – doch eine unerwartete Enthüllung veränderte alles
Mein Mann verlangte vor dem gesamten Vorstand meine 32 Prozent Firmenanteile – doch er kannte ein entscheidendes Geheimnis nicht Als Lilian Raouf den Konferenzraum betrat, saß die persönliche Assistentin ihres Mannes auf ihrem Platz am Kopfende des Tisches. Vor vierzehn Vorstandsmitgliedern erklärte Galal Raouf, dass seine Frau künftig nur noch vier statt 32 Prozent des Unternehmens besitzen sollte. Sogar die Trennungsunterlagen hatte er bereits vorbereiten lassen. Doch Lilian blieb erstaunlich ruhig, obwohl niemand im Raum ihre Reaktion verstehen konnte. Denn sieben Jahre lang hatte sie im Hintergrund Entscheidungen getroffen, ohne die die Raouf-Gruppe niemals so erfolgreich geworden wäre.
2.
Galal betrachtete mich mit wachsender Ungeduld. Er hatte offenbar erwartet, dass ich die vorbereiteten Vereinbarungen unterschreiben und den Konferenzraum verlassen würde. Stattdessen fragte ich erneut nach den Bankgarantien.
„Maher, bitte erkläre dem Vorstand, welche Sicherheiten bei der Commercial Bank of Cairo hinterlegt wurden.“
Unser Finanzchef räusperte sich und öffnete eine Datei.
„Die Kreditlinien wurden ursprünglich über Vermögenswerte einer privaten Investmentgesellschaft abgesichert.“
Galal nickte zufrieden.
„Genau. Das ist doch längst bekannt.“
Ich legte einen schmalen Ordner auf den Tisch.
„Und wer besitzt diese Investmentgesellschaft?“
Maher schwieg einen Moment.
„Lilian Raouf ist ihre alleinige Eigentümerin.“
Die Vorstandsmitglieder sahen einander überrascht an. Galal blickte zuerst zu Maher und anschließend auf die Unterlagen vor mir.
„Warum wurde ich darüber nicht informiert?“
„Du wurdest informiert, Galal. Du hast die Vereinbarungen damals selbst unterschrieben.“
Vor sieben Jahren hatte die
Raouf-Gruppe vor einer schwierigen Finanzierungsentscheidung gestanden. Mehrere Banken verlangten zusätzliche Sicherheiten, bevor sie neue Kredite bereitstellen wollten. Meine Investmentgesellschaft hatte diese Unterstützung ermöglicht.
Doch das war nicht mein einziger Beitrag gewesen. Ich hatte Kontakte zu internationalen Investoren hergestellt, Vertragsverhandlungen vorbereitet und bei mehreren wichtigen Finanzierungsrunden vermittelt. Viele Gespräche waren über meine eigenen geschäftlichen Netzwerke zustande gekommen.
Galal hatte sich damals bedankt, aber später zunehmend behauptet, sämtliche Erfolge seien allein seiner Unternehmensführung zu verdanken.
„Diese Garantien gehören zur Geschichte unserer Firma“, sagte er schließlich.
„Nein, Galal. Sie sind weiterhin Bestandteil unserer aktuellen Finanzierungsverträge.“
Ich wandte mich an die beiden Anwälte.
„Bitte bestätigen Sie außerdem, ob meine Anteile ohne meine Zustimmung übertragen werden dürfen.“
Der ältere Anwalt öffnete die Aktionärsvereinbarung.
„Eine solche Übertragung setzt die erforderlichen rechtlichen Zustimmungen voraus. Der vorliegende Entwurf ist noch keine wirksame Änderung der Eigentumsverhältnisse.“
Sarah blickte überrascht auf die Präsentation.
„Dann sind die neuen Prozentzahlen noch gar nicht beschlossen?“
„Richtig“, antwortete der Anwalt.
Ich sah auf meine Uhr.
„Galal, du hast mich gebeten, meine Anteile abzugeben. Ich werde nichts unterschreiben, bevor sämtliche Unterlagen unabhängig geprüft wurden.“
Mein Mann wandte sich an Naji Saber, den Vizepräsidenten, und bat darum, den Sicherheitsdienst zur Unterstützung des Sitzungsablaufs hinzuzuziehen.
Ich blieb ruhig auf meinem Platz und erklärte, dass ich als rechtmäßige Anteilseignerin an der Sitzung teilnehmen werde.
Kurz darauf öffnete Maher eine weitere Datei.
„Es gibt noch etwas, das der Vorstand berücksichtigen sollte.“
Er zeigte auf eine Klausel im aktuellen Finanzierungsvertrag. Darin war festgelegt, dass bestimmte Veränderungen der Eigentümerstruktur eine erneute Zustimmung der Garantiegeberin erforderten.
Galal beugte sich vor.
„Was bedeutet das für unsere geplante Finanzierungsrunde?“
Maher sah zu mir.
„Ohne Lilians Zustimmung müssen wir die gesamte Finanzierung neu verhandeln.“
In diesem Moment griff ich in meine Tasche und holte einen versiegelten Umschlag hervor. Darin befand sich ein Schreiben, das ich bereits am Vortag erhalten hatte.
Als ich den Namen des Absenders vorlas, wurde Galal klar, dass unsere Sitzung eine völlig andere Richtung nehmen würde.T.ipp.en Sie auf das F.oto, um de.n v.ollständigen Ar.tikel an.zuzeig.en