Einfach reiben, formen, braten – fertig ist der Klassiker. Ein Bissen, und alle stehen mit ihrem Teller neben der Pfanne.
Goldbraun, knusprig und frisch aus der Pfanne – Kartoffelpuffer gehören zu den Gerichten, bei denen schon der Duft aus der Küche Appetit macht. Die Zutaten sind erstaunlich einfach, trotzdem gelingt die Konsistenz nicht immer auf Anhieb. Warum werden manche Kartoffelpuffer wunderbar knusprig, während andere weich bleiben oder beim Wenden auseinanderfallen? Dabei spielen nicht nur die Kartoffeln, sondern auch die Flüssigkeit in der Masse und die richtige Temperatur des Öls eine wichtige Rolle.
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Knusprige Kartoffelpuffer – klassisches Rezept aus der Pfanne
Kartoffelpuffer gehören zu den einfachen Klassikern der Hausmannskost. Aus Kartoffeln, Zwiebeln, Eiern und etwas Mehl entsteht mit wenigen Zutaten ein Gericht, das besonders frisch aus der Pfanne hervorragend schmeckt.
Das Besondere ist der Kontrast zwischen der knusprig gebratenen Oberfläche und dem weichen Kartoffelkern. Damit genau das gelingt, sollte die Kartoffelmasse weder zu flüssig noch zu trocken sein.
Welche Kartoffeln eignen sich für Kartoffelpuffer?
Für Kartoffelpuffer eignen sich vor allem vorwiegend festkochende oder mehligkochende Kartoffeln. Ihr Stärkegehalt hilft dabei, dass die geraspelten Kartoffeln beim Braten besser zusammenhalten.
Nach dem Raspeln tritt allerdings Flüssigkeit aus den Kartoffeln aus. Ist davon zu viel in der Schüssel, kann die Masse sehr weich werden und die Kartoffelpuffer lassen sich schwieriger knusprig braten.
Deshalb empfiehlt es sich, die geraspelten Kartoffeln kurz stehen zu lassen und anschließend überschüssige Flüssigkeit vorsichtig auszudrücken.
Warum werden Kartoffelpuffer manchmal nicht knusprig?
Neben der Feuchtigkeit spielt die Temperatur des Öls eine wichtige Rolle. Ist das Öl noch nicht ausreichend erhitzt, nehmen die Kartoffelpuffer mehr Fett auf und können weich bleiben.
Die Pfanne sollte deshalb zunächst gut erhitzt werden. Anschließend werden die Kartoffelpuffer bei einer gleichmäßigen Temperatur gebraten, bis die Unterseite eine schöne goldbraune Kruste entwickelt hat.
Außerdem sollten die einzelnen Puffer nicht zu dick geformt werden. Flach gedrückt können sie gleichmäßiger garen und bekommen eine größere knusprige Oberfläche.
Wie verhindert man, dass Kartoffelpuffer auseinanderfallen?
Eier und Mehl sorgen dafür, dass die geraspelten Kartoffeln besser zusammenhalten. Trotzdem sollte nicht unnötig viel Mehl verwendet werden, da die Kartoffelpuffer sonst schwer und kompakt werden können.
Am besten wird das Mehl deshalb schrittweise hinzugegeben. Sobald die Kartoffelmasse beim Formen zusammenhält, ist normalerweise genügend Bindung vorhanden.
Auch beim Braten lohnt sich etwas Geduld: Die Kartoffelpuffer sollten erst gewendet werden, wenn sich auf der Unterseite eine stabile Kruste gebildet hat.
Zutaten:
12 große Kartoffeln
3 Zwiebeln
2 Eier
ca. 8 EL Mehl
Salz
Pfeffer
Ausreichend Öl zum Braten
Zubereitung:
Die Kartoffeln zunächst schälen, waschen und anschließend mit einer Küchenreibe grob raspeln.
Die geraspelten Kartoffeln einige Minuten stehen lassen. Danach überschüssige Flüssigkeit vorsichtig ausdrücken und die Kartoffeln in eine große Schüssel geben.
Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Zusammen mit den Eiern zu den geraspelten Kartoffeln geben.
Alles mit Salz und etwas Pfeffer würzen und gründlich miteinander vermengen.
Nun das Mehl nach und nach unter die Kartoffelmasse rühren. Beginnen Sie mit einer kleineren Menge und prüfen Sie die Konsistenz. Die Masse sollte sich problemlos portionieren lassen und zusammenhalten.
In einer großen Pfanne ausreichend Öl erhitzen.
Mit einem Esslöffel portionsweise Kartoffelmasse in die heiße Pfanne geben und leicht flach drücken. Die Puffer sollten nicht zu dick sein, damit sie gleichmäßig garen und außen schön knusprig werden.
Die Kartoffelpuffer einige Minuten braten, bis die Unterseite goldbraun ist. Erst dann vorsichtig wenden und auch die zweite Seite knusprig braten.
Die fertigen Kartoffelpuffer aus der Pfanne nehmen und kurz auf Küchenpapier legen, damit überschüssiges Öl aufgenommen wird.
Was passt zu Kartoffelpuffern?
Die klassische süße Variante wird mit Apfelmus serviert. Die Kombination aus herzhaften Kartoffelpuffern und fruchtigem Apfelmus ist besonders beliebt.
Wer es lieber herzhaft mag, kann Kräuterquark oder einen einfachen Dip dazu reichen. Auch Räucherlachs passt geschmacklich sehr gut zu den knusprigen Kartoffelpuffern.
Wie bleiben Kartoffelpuffer länger knusprig?
Am besten schmecken Kartoffelpuffer unmittelbar nach dem Braten. Müssen mehrere Portionen vorbereitet werden, können die bereits fertigen Puffer vorübergehend auf einem Backblech im warmen Backofen aufbewahrt werden.
Dabei sollten sie möglichst nicht übereinandergestapelt werden. Sonst kann sich zwischen den Puffern Feuchtigkeit sammeln und die knusprige Oberfläche wird schneller weich.
Kann man Kartoffelpuffer später wieder aufwärmen?
Übrig gebliebene Kartoffelpuffer können im Kühlschrank aufbewahrt und später wieder erwärmt werden. Besonders gut eignet sich dafür der Backofen oder eine Pfanne, da die Oberfläche dadurch wieder etwas knuspriger werden kann.
In der Mikrowelle werden sie zwar ebenfalls warm, verlieren jedoch meist einen Teil ihrer knusprigen Konsistenz.
Ein einfacher Klassiker für die ganze Familie
Kartoffelpuffer zeigen, dass für ein leckeres Essen nicht unbedingt viele Zutaten notwendig sind. Entscheidend sind vor allem die richtige Konsistenz der Kartoffelmasse und eine ausreichend heiße Pfanne.
Wer die überschüssige Kartoffelflüssigkeit entfernt, das Mehl vorsichtig dosiert und die Puffer nicht zu früh wendet, erhält eine schöne goldbraune Oberfläche und einen angenehm weichen Kern.
Direkt aus der Pfanne und noch warm serviert schmecken sie besonders gut – ganz klassisch mit
Apfelmus oder herzhaft mit Kräuterquark.
Guten Appetit!