Diese Pflanze zu finden ist teurer als Geld zu finden: Die meisten Menschen halten sie für ein einfaches Unkraut.
Viele gehen täglich an dieser Pflanze vorbei, ohne ihr besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei wird sie bereits seit Jahrhunderten in der traditionellen Pflanzenkunde verwendet. Einige ihrer Inhaltsstoffe werden heute wissenschaftlich untersucht – allerdings ist längst nicht jede überlieferte Wirkung eindeutig belegt. Was Schafgarbe tatsächlich interessant macht und worauf man bei der Anwendung achten sollte, erfährst du hier.
1.
Schafgarbe: Traditionelle Pflanze mit interessanten Inhaltsstoffen
Die Schafgarbe, botanisch Achillea millefolium, wächst auf Wiesen, an Wegrändern und auf vielen naturbelassenen Flächen. Wegen ihres unscheinbaren Erscheinungsbildes wird sie häufig kaum beachtet. In der traditionellen Pflanzenkunde spielt sie jedoch schon seit langer Zeit eine Rolle.
Schafgarbe enthält unter anderem ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide und verschiedene Gerbstoffe. Diese Pflanzenstoffe sind der Hauptgrund dafür, dass Schafgarbe bis heute Bestandteil verschiedener Kräutertees und pflanzlicher Zubereitungen ist.
Wichtig
ist jedoch: Traditionelle Anwendung bedeutet nicht automatisch, dass jede behauptete Wirkung wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen wurde. Schafgarbe sollte daher nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung verstanden werden.
Traditionelle Verwendung für die Verdauung
Eine der bekanntesten Anwendungen betrifft den Verdauungsbereich. Bitterstoffe in der Schafgarbe können die Produktion von Verdauungssäften anregen. Aus diesem Grund findet man die Pflanze häufig in Kräutermischungen, die nach einer reichhaltigen Mahlzeit getrunken werden.
Traditionell wird Schafgarbentee beispielsweise bei einem unangenehmen Völlegefühl, leichten Blähungen oder vorübergehenden Verdauungsbeschwerden eingesetzt.
Bei länger anhaltenden oder starken Bauchbeschwerden sollte jedoch immer die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
Schafgarbe und Menstruationsbeschwerden
Auch bei leichten Menstruationsbeschwerden wird Schafgarbe traditionell verwendet. Häufig wird sie gemeinsam mit anderen Kräutern als warmer Tee getrunken.
Einige Pflanzenstoffe werden mit entspannenden Eigenschaften auf die Muskulatur in Verbindung gebracht. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Schafgarbe hormonelle Störungen reguliert oder starke Blutungen behandeln kann.
Starke, ungewöhnliche oder länger anhaltende Beschwerden gehören grundsätzlich ärztlich abgeklärt.
Traditionelle Anwendung bei Erkältungen
Warmer Schafgarbentee wurde früher häufig bei Erkältungen getrunken. Traditionell galt die Pflanze als sogenanntes schweißtreibendes Kraut.
Ein heißes Getränk kann während einer Erkältung angenehm sein und gleichzeitig zur Flüssigkeitszufuhr beitragen. Schafgarbe senkt jedoch nicht nachweislich eine Infektion oder ersetzt Medikamente, wenn diese medizinisch notwendig sind.
Bei hohem oder länger anhaltendem Fieber sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Interessante Pflanzenstoffe
Schafgarbe enthält Flavonoide, Gerbstoffe und weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Einige davon zeigen in Laboruntersuchungen antioxidative oder entzündungsbezogene Eigenschaften.
Solche Ergebnisse sind interessant, lassen sich aber nicht automatisch auf eine konkrete Behandlung beim Menschen übertragen.
Behauptungen, Schafgarbe könne Arthritis, Asthma oder andere chronische Erkrankungen behandeln, gehen daher deutlich über die derzeit ausreichend belegbaren Aussagen hinaus.
Anwendung auf der Haut
Auch äußerlich hat Schafgarbe eine lange Tradition. Pflanzliche Zubereitungen wurden früher beispielsweise für Umschläge oder Waschungen verwendet.
Gerbstoffhaltige Pflanzen können auf der Haut zusammenziehend wirken. Dennoch sollte Schafgarbe nicht auf tiefe, stark entzündete oder schlecht heilende Wunden aufgetragen werden.
Bei größeren Hautverletzungen, Infektionen oder Verbrennungen ist eine medizinische Versorgung die bessere Wahl.
Was ist mit Blutdruck und Durchblutung?
Im Internet wird häufig behauptet, Schafgarbe könne den Blutdruck zuverlässig senken oder die Durchblutung deutlich verbessern.
Für solche pauschalen Versprechen gibt es jedoch keine ausreichende Grundlage, um Schafgarbe als Behandlung von Bluthochdruck zu empfehlen.
Menschen mit erhöhtem Blutdruck sollten ihre verordneten Medikamente keinesfalls durch Kräuterpräparate ersetzen oder eigenständig verändern.
Keine medizinische „Entgiftung“
Auch Begriffe wie „Entgiftung“ werden im Zusammenhang mit Schafgarbe häufig verwendet. Der menschliche Körper verfügt jedoch mit Leber, Nieren, Lunge und weiteren Organen bereits über eigene Systeme, um Stoffwechselprodukte auszuscheiden.
Ein Kräutertee kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, „entgiftet“ den Körper aber nicht auf die oft beworbene außergewöhnliche Weise.
Schafgarbe zur Gewichtsabnahme?
Schafgarbe ist ebenfalls kein bewiesenes Mittel zur Gewichtsreduktion. Ein Kräutertee enthält zwar nahezu keine Kalorien und kann ungesüßte Getränke ersetzen, doch eine direkte fettverbrennende Wirkung ist nicht belegt.
Für eine langfristige Gewichtskontrolle sind vor allem Ernährung, Bewegung, Schlaf und der gesamte Lebensstil entscheidend.
So lässt sich Schafgarbentee zubereiten
Für einen einfachen Aufguss kann getrocknetes Schafgarbenkraut verwendet werden.
Etwa 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Schafgarbe in eine Tasse geben und mit ungefähr 200 bis 250 ml heißem Wasser übergießen. Den Tee anschließend etwa 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und danach abseihen.
Wer Schafgarbe regelmäßig oder in größeren Mengen verwenden möchte, sollte sich an T.ipp.en Sie auf das F.oto, um de.n v.ollständigen Ar.tikel an.zuzeig.en